Das hilft gegen Angst vorm Telefonieren

Kevin
15.01.2022 7 10:44 min

Die Angst vorm Telefonieren ist keine Seltenheit – vor allem, wenn es um Kommunikation mit Fremden geht. Doch du bist nicht machtlos. In diesem Blogartikel erfährst du, was du in dieser Situation tun kannst.

Telefonphobie – was ist das eigentlich?

Kommunikation gehört zu unserem Alltag. Die meisten Menschen machen sich nur wenige Gedanken, wenn sie mit Arbeitskolleg:innen oder Freund:innen von Angesicht zu Angesicht plaudern. Gleichzeitig scheuen sich einige von ihnen davor, einen Anruf zu tätigen und nehmen nur ungern den Hörer in die Hand. Viel lieber nutzen Betroffene dann Messenger-Dienste wie WhatsApp oder schreiben eine E-Mail. Das ist einfacher. Doch lass uns zunächst untersuchen, was genau Telefonangst ist. Das Verstehen der Angst vorm Telefonieren ist der erste Schritt, diese zu überwinden.

Die Angst vorm Telefonieren mit all ihren Symptomen ist keine Seltenheit. Man nennt das Phänomen „Telefonphobie“. Diese Form der Angststörung wird der Sozialphobie zugerechnet, ist allerdings keine eigenständige klinische Erkrankung. Doch sie kann die Lebensqualität der Betroffenen empfindlich beeinträchtigen. Es handelt sich dabei um eine irrationale Angst, einer Angst vor dem Fremden und Unbekannten. Schließlich wissen wir nicht immer, wer und was uns am anderen Ende der Leitung erwartet und wie diese Person uns gegenüber eingestellt ist. Du musst jedoch wissen, dass Ausweichmanöver wie E-Mails schreiben oder WhatsApp-Nachrichten tippen die Angst vorm Telefonieren begünstigen und weiter „füttern“. Vor allem in Bezug auf die Arbeit lohnt es sich, die Phobie zu überwinden, da du dienstlich meist gezwungen bist, zum Hörer zu greifen, um Geschäftspartner, Kunden oder Vorgesetzte anzurufen. 

Vom leichten Zittern bis zur handfesten Panikattacke – die Angst vorm Telefonieren hat viele Gesichter

Wie erkennst du, dass du eine Telefonangst hast? Nicht immer betrifft diese Angststörung generell das Telefonieren. Es gibt Menschen, die nur dann Probleme haben, wenn sie selber zum Hörer greifen und einen Anruf tätigen müssen. Werden sie angerufen, bleiben sie jedoch gelassen. Andere Personen haben allgemein Angst vorm Telefonieren – egal, um welche Art von Gespräch es sich handelt. Es gibt darüber hinaus Symptome, mit denen du abgrenzen kannst, ob du lediglich nervös vor dem Telefonat bist oder unter einer echten Angststörung leidest. Denn Nervosität ist etwas Normales.

Als Angststörung zeigt sich das Phänomen, wenn entsprechende Beschwerden auftreten. Je nach Schwere der Telefonphobie zeigen sie sich in unterschiedlichen Abstufungen und können gravierende Folgen für Betroffene haben. Folgende Symptome sind typisch für eine Angststörung:

  • Erröten
  • Zittern
  • Schweißausbrüche oder Kälteschauer
  • Schwitzige Hände
  • Starke Unsicherheit oder Ohnmachtsgefühl
  • Erhöhter Puls
  • Übelkeit

Gründe für die Angst vorm Telefonieren

Der Angebotscharakter der Medien begünstigt die Angst vor dem persönlichen Gespräch am Telefon. Es ist bequemer, schnell eine WhatsApp Nachricht ins Smartphone zu tippen, als zum Hörer zu greifen und sein Anliegen zu äußern. Es gibt für fast alle Situationen Möglichkeiten zur Online-Kommunikation. Anträge, Reservierungen oder Buchungen werden über Formulare erledigt und für Detailabstimmungen schicken wir schnell eine E-Mail. Genau darin liegt das Problem. Den Hörer in die Hand zu nehmen und uns zu überwinden, ein persönliches Gespräch zu führen – das sind wir nicht mehr gewohnt.

Zurück zur Angst: Wir sind nicht real bedroht, wir sitzen sicher in unserem Wohnzimmer oder Büro und dennoch empfinden wir Angst. Was sind die tieferen Gründe dafür?

1. Angst vor Ablehnung

Das Bedürfnis nach Akzeptanz und Wertschätzung ist uns Menschen in die Wiege gelegt. Teil einer Gruppe zu sein, war für uns Menschen schon zu Urzeiten überlebenswichtig. Dieses Programm läuft heute noch in uns ab – selbst wenn wir als erwachsene Menschen wissen, dass wir nicht sterben, wenn wir einmal Ablehnung erfahren. Und doch führt dieser innere Prozess zu starken Gefühlen. 

Ein großer Unsicherheitsfaktor ist das Gegenüber am Telefon. Ist die Person freundlich oder unfreundlich gestimmt? Wirke ich professionell genug? Vielleicht hast du beim Telefonieren Angst zu stottern, ins Stocken zu geraten oder nicht zu wissen, was du sagen sollst. Du fürchtest dich davor, dich zu blamieren und dass man negativ über dich denken könnte oder dich für unzulänglich hält. 

Verstärkt wird diese Unsicherheit, weil das nonverbale Feedback fehlt. Unsere Kommunikation läuft hauptsächlich über Körpersprache – dazu gehören Kopfnicken, Lächeln, Körperhaltung, Augenbrauenbewegungen und vieles mehr. Das hilft uns unbewusst, Gesprächspartner:innen besser einschätzen zu können. All das fehlt beim Telefonieren, da wir ausschließlich auf die akustischen Signale angewiesen sind.

2. Angst vor Kontrollverlust

Auch wenn wir einen gewissen Einfluss auf den Ablauf des Telefonats haben, können wir diesen nicht vollständig kontrollieren. Beim Telefonieren müssen wir uns immer ein Stück weit darauf einlassen, was passiert. Zu Perfektion neigende Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst wollen besonders im beruflichen Kontext in Gesprächen strukturiert und korrekt vorgehen. Da das gesprochene Wort jedoch schneller ist als ein Wort in eine E-Mail getippt werden kann, kommt es am Telefon darauf an, spontan und geistig flexibel sein zu können. Es ist ein Stück unbekanntes Terrain, das man betritt und das Betroffenen Angst machen kann.

3. Geringes Selbstwertgefühl

Häufig haben Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl Angst vorm Telefonieren. Und das wiederum erhöht die Unsicherheit in der Kommunikation. Das Risiko, Gesprächspartner:innen vor den Kopf zu stoßen oder durch unverbindliche Aussagen zu verärgern, steigt. Denn Menschen mit wenig Selbstbewusstsein verhalten sich am Telefon gerne ausweichend und vage. Eine solche Erfahrung kann in der Konsequenz die Telefonphobie verstärken. Ein Teufelskreis beginnt.

4. Angst vor Kränkung

Wie oben erwähnt, sehnen wir Menschen uns nach Annahme und Akzeptanz. Es ist nachvollziehbar, dass wir uns ungern in Situationen begeben, in der wir mit Kränkungen rechnen müssen. Da ein Telefonat ein unbekanntes Terrain ist, bei dem du zudem ohne nonverbale Kommunikation auskommen musst, fürchtest du dich vermutlich noch mehr vor der Möglichkeit, von deinem Gegenüber abwertend behandelt zu werden. Vielleicht bedrückt dich der Gedanke, er könnte das Gespräch abrupt beenden, einfach auflegen, dich anschreien oder dich ans unfähig bezeichnen. 

5. Angst vor Blamage

Viele haben besonders dann Angst vorm Telefonieren, wenn andere zuhören – zum Beispiel im Büro. Denn dann kann man sich nicht nur bei dem Gegenüber blamieren, sondern auch vor den anwesenden Mitarbeiter:innen. Verstärkt wird das noch, wenn das Gespräch in einer anderen Sprache stattfinden muss, die nicht die eigene Muttersprache ist. 

Mit diesen Tipps überwindest du deine Angst vorm Telefonieren in der Arbeit und Privat

Ausweichen ist keine Option – besonders, weil das Telefonieren in vielen Jobs dazugehört. Außerdem befeuerst du damit nur deine Phobie. Am besten ist es, sooft es geht zum Hörer zu greifen und zu telefonieren. Ist eine Gewohnheit erst mal etabliert, macht sie keine Angst mehr. Folgende Tipps helfen dir, das Telefonieren mehr und mehr in den Alltag zu integrieren:

1. Gute Vorbereitung

Je weniger du auf ein Gespräch am Telefon vorbereitet bist, desto größer ist das Risiko, dich zu verhaspeln, den Faden zu verlieren oder dein eigentliches Ansinnen zu vergessen. Also: Bereite dich gründlich vor, bevor du zum Hörer greifst. Notiere dir vor allem folgende Punkte:

  • Wer ist mein:e Gesprächspartner:in (Name und Funktion)?
  • Welche Informationen will ich durch das Telefonat erhalten?
  • Welches Ziel verfolge ich?

Auch während des Anrufs machst du dir Notizen zu Anrufzeit, Person, Gesprächsthema, Absprachen und offene Fragen. Eine gute Vorbereitung vermittelt Sicherheit und senkt die Angst vor Ablehnung. Notizen helfen auch, wenn du angerufen wirst. Sie bringen Struktur in das Gespräch. 

2. Lächeln

Mach dir außerdem bewusst, dass der Klang der Stimme mit der Mimik zusammenhängt. Ein freundlicher Gesichtsausdruck hat automatisch eine freundliche Stimmlage zur Folge. Also: Bitte lächeln! Damit entwaffnest du nicht nur Person am anderen Ende des Telefons, sondern sorgst auch noch für deine gute Laune.

3. Der Einstieg ins Gespräch

Der Anfang ist oft die größte Hürde, die es zu überwinden gilt. Es macht Sinn, sich einen Einstiegssatz zu überlegen, den du für jedes Gespräch anwenden kannst. Es kann eine Formulierung sein, wie: Ich würde mit Ihnen gerne über XY sprechen, haben Sie ein paar Minuten für mich Zeit? Somit brauchst du dich auch nicht zu sorgen, dass du störst oder zu einem ungünstigen Zeitpunkt anrufst. Diesen Satz hältst du am besten immer griffbereit oder hängst ihn an deinen Arbeitsplatz. Auch hier gilt: lächle! Das Lächeln „hört“ der dein Gegenüber. Wer freundlich klingt, hat eine viel höhere Chance auf ein erfolgreiches Telefonat.

4. Selbstwert stärken

Selbstsicherheit lässt sich trainieren. Dazu lohnt es sich, zunächst einmal den „worst case“ durchzuspielen. Was kann im schlimmsten Fall geschehen? Schreibe alle Horror-Szenarien auf, die dir einfallen und spiele sie durch. Wie kannst du damit umgehen, wie sie lösen? Vielleicht erkennst du einige Vorstellungen, die abwegig sind. Mache dir klar, dass am anderen Ende der Leitung nur ein Mensch mit individuellen Schwächen sitzt. Statt dich selbst zu verurteilen, übe dich in Nachsicht mit dir und sei gütig, falls etwas nicht klappt, wie du es dir wünschst. Vielleicht kannst du über den einen oder anderen Fehler lernen zu lachen. Humor ist ein mächtiges Werkzeug im Transformieren schwieriger Gefühle.

5. Telefonzeiten einführen

Statt einen Anruf stundenlang vor sich herzuschieben, lohnt es sich, feste Zeiten für Telefonate einzuplanen. Die Angst vorm Telefonieren begleitet dich somit nicht den ganzen Tag. Blocke zum Beispiel eine halbe Stunde am Vormittag, um Termine zu vereinbaren oder An- und Rückrufe zu tätigen. In dieser Zeit tust du nichts als Telefonieren. Außerdem kannst du die Zeiten auf diese Weise so legen, dass du garantiert ungestört bist. Mit der satellite App wird das noch einfacher: satellite ist die erste echte Mobilfunk App, die es kleinen Teams ermöglicht, Anrufe auf unterschiedliche Handys umzuleiten: Ganz ohne SIM-Karte und weltweit. dank smarter Features wie der intelligenten Erreichbarkeit lassen sich Telefonzeiten individuell anpassen – auf diese Weise erhältst du Anrufe nur dann, wann es gerade passt.  

 

satellite – die smarte Lösung für Teams

satellite ist die Mobilfunk App für Teams, die geschäftlich erreichbar sein möchten. Sie hilft dir dabei: 

  • Berufliches und Privates voneinander zu trennen: Du kannst sofort sehen, ob ein Anruf geschäftlicher oder privater Natur ist.
  • Anrufe und Anrufzeiten besser zu strukturieren: Das führt zu mehr Gelassenheit und Entspannung. 
  • Smarte Funktionen wie die „intelligente Erreichbarkeit“ zu nutzen: Du entscheidest selbst, wann du erreichbar sein willst und kannst geschäftliche Anrufe zeitweise, zum Beispiel nach Feierabend, einfach auf stumm schalten. 

Du möchtest mehr über die satellite App erfahren? Hier geht’s zur einfachen, günstigen und mitarbeiterfreundlichen Lösung für Unternehmen.

 

Gelassen telefonieren: So klappt es

Eine Telefonangst ist kein Grund zur Panik. Wie du siehst, hat sie nachvollziehbare Gründe, die sich gut umkehren lassen. Wichtig ist: Schluss mit Vermeidungsstrategien! Nutze vielmehr die oben genannten Tipps und reserviere dir feste Telefonzeiten. 

Bereite dich gut auf Gespräche vor und überlege dir, wie du in das Gespräch einsteigst. Sei nachsichtig und freundlich dir selbst und deinen Gesprächspartner:innen gegenüber. Das gelingt am besten mit einem Lächeln! Und schließlich: Nutze die technischen Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen, um mehr Struktur in den Telefonalltag zu bringen. Die satellite App hilft dir dabei.

7 Kommentare


Werner:

Vielleicht hat es für uns ältere doch Vorzüge, mit Festnetz mit Wählscheibe im Gang oder, wie bei uns, mit langer Schnur, erlebt zu haben. Messenger, E-Mail usw. gab es zu der Zeit noch nicht, genauso wenig wie Online Banking, Online Shopping und Internet Zugang. Fax kam auch erst später, das hatten wir dann auch zu Hause, wie das Fax im Betrieb angeschafft wurde, habe ich es auch zu Hause angeschafft, nach der Umstellung von Analog auf ISDN von der Telekom.

Ich möchte keinesfalls in diese Zeit zurück, ich möchte weder Messenger, Skype, Video Telefonie, Smartphone, Tablet, Laptop, Desktop PC noch Drucker incl. Scanner, Kopierer usw. mehr missen.
Die Sipgate Satellite App fügt sich für mich perfekt darin ein. Meine Frau und ich nutzen die Plus Version für 4,99 Euro im Monat auf unseren 4 Android Smartphones zusätzlich zu der Gruppen Rufnummer als Tester. Wer abnimmt mit dem Gerät mit dem abgenommen wird, hat das Gespräch, ich finde das toll, dass es das gibt. Für mich spielt es damit auch keine Rolle ob ich eine Festnetz Nummer oder eine Mobilfunk Rufnummer anrufe. Mit dem Festnetz Telefon der halt beim VDSL 100 Anschluss 1und1 mit dabei ist sind Anrufe ins Mobilfunk Netz teuer. Daher mit der Sipgate Satellite App, auch zu Hause, ausgehend telefonieren, dann muss ich mir vorher nicht immer überlegen ob ich ins Festnetz oder ins Mobilfunk Netz anrufen will. Das ist auch eine Erleichterung die uns die Sipgate Satellite App bringt, daher nutzen wir die Plus Version für 4,99 Euro im Monat.

Vielleicht kommt die Angst vor dem Telefonieren daher, dass jüngere kaum mehr Telefonieren, egal ob mit Festnetz Nummer oder Mobiler Rufnummer oder mit Voip Apps auf Smartphone usw. Es wird viel eher geschrieben wie telefoniert.

Ich mache auf vieles per Messenger was ich früher per Telefon gemacht habe. Manche E-Mail ersetze ich auch durch Messenger. Allerdings telefoniere ich immer noch, ich denke nicht weniger wie vorher. Das gleiche gilt auch für meine Frau.

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(noch ein ) Werner:

Ich kann die meisten der genannten Gründe leider sehr gut nachvollziehen.
Am Montag musste ich nach längerer Zeit nochmals zwei Telefonate führen. Bis zum Wählen der ersten Nummer brauchte ich etwa eine halbe Stunde, beim zweiten Anruf war ich dann ja schon in Übung und es dauerte nur eine Viertelstunde.
Ein weiterer wesentlicher Grund für das Problem ist bei mir aber die Befürchtung, in dem Moment den Angerufenen zu stören.

Insgesamt sehe ich ohnehin weitere Vorteile der asynchronen Kommunikation per E-Mail oder Messenger:

– die Kommunikation bleibt nachvollziehbar. Wenn ich z.B. nach einem Telefonat nicht mehr sicher bin, ob ein Treffen für 15 Uhr oder 16 Uhr vereinbart wurde, kann ich dies im Chatverlauf problemlos nachschlagen. Beim Telefonieren bin ich ggf. gezwungen, nochmals nachzufragen.

– akustische Missverständnisse, besonders bei der Kommunikation mit Gesprächspartnern in einer anderen Sprache, werden vermieden.

– der Gesprächspartner kann antworten, wenn er Zeit hat und wird nicht durch einen Anruf gestört. Selbst wenn er sich entscheidet, in dem Moment das Gespräch nicht anzunehmen, erzeugt das Klingeln eines Anrufs meist eine deutlichere Unterbrechung als der Empfang einer Textnachricht.

– der Gesprächspartner kann sich mehr Zeit nehmen für die Antwort, die dadurch ggf. qualifizierter ausfällt als wenn der Gesprächspartner den Druck während eines Telefonats verspürt, direkt antworten zu müssen

– Textnachrichten lassen sich austauschen, ohne dass andere Personen in der Umgebung dadurch gestört werden. Viele Menschen interessiert die Lebensgeschichte anderer nicht, die ihnen ungewollt in Bus/Bahn oder beim Einkauf präsentiert wird. Dies kann in manchen Fällen zu einer Überlastung des akustisch genutzten Frequenzspektrums führen, so dass man nicht mehr versteht, was ein neben einem stehender Gesprächspartner einem sagen möchte.

– über E-Mail und Messenger können zusätzliche Informationen z.B. als Bild oder andere Dateiformate ausgetauscht werden oder z.B. auch Zeichenfolgen, die sich akustisch nur sehr mühsam übertragen lassen (Webadressen oder ähnliches).

– bei E-Mails oder Messengern gibt es in der Regel kein „besetzt“. Wenn man mitzählt, wie häufig bei einem Anruf besetzt ist oder einfach niemand den Anruf entgegen nimmt, dann kommt oft eine hohe Zeitdauer zusammen.

Ich sehe trotz allem auch die Vorteile eines Telefonats, z.B. wenn man schnell eine Rückmeldung benötigt und dann das Glück hat, in dem Moment den gewünschten Gesprächspartner auch zu erreichen.

Trotzdem frage ich mich manchmal wie die Welt aussehen würde, wenn Graham Bell (oder wer auch immer) sich nicht darauf konzentriert hätte, akustische Signale über die Leitungen zu übertragen sondern wenn von Anfang an eine Art Morse-Telegrammtechnik favorisiert worden wäre. Vielleicht würden die Kinder dann in der Grundschule schon lernen, z.B. mit einem 5-Tastengerät genauso schnell ihre Worte zu übermitteln wie sie auch ausgesprochen werden.

Oft, wenn ich mich auf ein Telefonat vorbereiten muss, träume ich von diesem Utopia (und verfluche Graham Bell).

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    Kevin:

    Hi Werner,
    das sind spannende Eindrücke von dir. Eine Welt ohne Telefonate. Die Vorstellung finde ich sehr interessant. Macht mir aber auch etwas Sorgen. Denn dann gäbe es satellite nicht. Und ich hätte nicht diesen tollen Job ;) So unwahrscheinlich ist deine Utopie (für mich eher Dystopie) aber vielleicht auch gar nicht. Wie viele andere Erfindungen auch, wurde das Telefon erst nicht wirklich ernst genommen. Philipp Reis zum Beispiel hatte bereits 1861 einen funktionsfähigen Fernsprecher konstruiert.“Das Pferd frisst keinen Gurkensalat.“ Das soll sein erster Satz gewesen sein, den er in seinen Apparat gesprochen haben soll. Einen Markt hat er für seine Version des Telefons aber nicht gefunden.
    Viele Grüße
    Kevin

(noch ein ) Werner:

Hi Kevjn,
danke für den netten Kommentar.
Philipp Reis war seiner Zeit wohl zu weit voraus – der Gurkensalat passt ja eindeutig besser in unser jetziges veganes Zeitalter. Ups, sorry, ich war kurz wieder in meinem Utopia unterwegs ;-)

Jedenfalls vermute ich durchaus, dass mein Vergleich zwischen Telefonie und Textnachrichten aufgrund meiner internen Hindernisse beim Telefonieren nicht 100% objektiv ist. Aber solange mich niemand zwingt zu telefonieren (jetzt kommt mir das Bild eines Kaninchens in den Sinn, von dem man erwartet, dass es sich auf die Schlange zubewegt) sehe ich das Ganze ja auch viel entspannter.
Die obigen Argumente für die Textnachrichten bzw. gegen die Telefonie habe ich im Wesentlichen in der Zeit gesammelt, als ich berufsbedingt mit Kunden kommunizieren und dabei den Chefs erklären musste, warum bei mir auf 100 E-Mails vielleicht 1 Telefonat kam, während es bei den Kollegen eher umgekehrt war.

Um satellite und deinen Job würde ich mich auch bei der x-topischen Kommunikationsvariante keine Sorgen machen, da gäbe es sicher entsprechenden Bedarf. Dafür ist die Idee, die hinter satellite steckt, einfach zu gut.

Viele Grüße
Werner

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Werner (der erste):

Bevor du anrufst kannst du doch den Gesprächspartner per Messenger oder E-Mail fragen ob er Zeit für ein Telefon Gespräch hat.

antworten

    (noch ein ) Werner:

    So ähnlich habe ich dies durchaus schon gemacht: ich habe dann meist geschrieben, derjenige möge mich doch bitte zurück rufen wenn er Zeit hat. Das war dann aber meist im privaten Umfeld. Bei beruflichen Telefonaten habe ich eher versucht abzuschätzen, wann der (ungewünschte) Gesprächspartner nicht erreichbar ist (Mittagspause oder so), dann angerufen und wenn niemand ran ging, hatte ich halt wieder einen Grund auf meine geliebten E-Mails auszuweichen.
    Wenn die Gespräche dann doch zustande kamen, war dies oft gar nicht mal so unangenehm. Mit einer Kundin hatte ich einmal über 2,5 Stunden telefoniert und habe es überlebt ;-) .
    Es hakt bei mir eher an dem Start… So ging ich in der Regel auch viel lieber zu Kollegen in deren Büro anstatt sie anzurufen, da ich dann sehen konnte ob ich sie störe oder nicht.

Werner (der erste):

(noch ein) Werner,

könntest Du bei Geschäftspartnern nicht per E-Mail anfragen, wann die biste Zeit für einen Anruf wäre. Oder, wenn der Geschäftspartner per Messenger erreichbar ist damit anfragen, oder per Fax?

As ich nicht verwenden würde, wären SMS, vor allem nicht geschäftlich, für mich sind SMS, vor allem Geschäftlich ein NoGo.
SMS verwende ich auch privat nicht Ledilich SMS Empfan mit Verifikaktions SMS, aber nur dort wo es anders nicht geht.

Ich bin dafür vielleicht auch schon so lange aus der Arbeitsphase, aber ich könnte mir das als gangbaren Weg, auch im Geschäftsleben vorstellen, wie oben von mir beschrieben.

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